Donnerstag, 7. Mai 2009
Der Wahnsinn greift um sich
Heute wurde gemeldet, dass im Zuge des politischen Aktionismus unter anderem Paintball verboten werden soll. Und statt eines ungläubigen oder auch hysterischen Auflachens wird tatsächlich beinahe überall ernsthaft darüber berichtet oder sogar diskutiert.
Geht’s noch? Das ist mir nicht mal einen Link wert.
Es war ja klar, dass die untätige Politik nach dem Amok-Lauf irgendwas machen würde, um Tätigkeit zu simulieren, bisher wurde nach so einem Anlass jedoch immer irgendwas verboten oder verschärft, was wenigstens am Rande mit dem Täter zu tun hatte. Aber diese Einschränkung ist nun auch gefallen. Als würde uns die Zensursula nicht schon genug unnötigen Ärger machen mit Ihrer Symbolpolitik die nur der eigenen Selbstdarstellung und Wiederwahl dient.
Nein, jetzt wird eine andere Minderheit der man nicht keinen nennenswerten Widerstand zutraut gesetzlich gegängelt und mit emotionalisierenden Nicht-Argumenten in die Ecke der Bösen gedrückt. Unfassbar mit welcher Unverfrorenheit die Politischen Masse, ich scheue mich den Begriff Klasse in diesem Zusammenhang zu verwenden, hier vorgeht. Es fällt mir langsam immer schwerer, dahinter nur Dummheit und Machterhalt zu vermuten.
Als Sportschütze hatte ich schon mit schlimmen und unsinnigen Gesetzen und Verordnungen den legalen Waffenbesitzern gegenüber gerechnet. Ein totales Waffenverbot jedoch hatte ich nicht erwartet, schließlich sind Jäger und Sportschützen gut organisiert und zumindest die Jäger in den ländlichen Kreisen auch ziemlich gut mit „denen da oben“ vernetzt.
Ich muss zugeben, meine Phantasie, was denn nun verboten werden könnte, kreiste immer nur um Dinge, die ich mit dem Amokläufer in Zusammenhang bringen konnte. Internet, „Killerspiele“ wie WoW, Tischtennis, irgendeine Musikrichtung, Schwarze Socken, Realschulen oder ähnliches kamen mir in den Sinn. Aber Paintball?
Was verstehen oder mögen unsere Politiker denn noch nicht und werden beim nächsten Anlass verbieten? LARPs wie Cynx vermutet? Oder ältere schwarze Autos von Suzuki, wie letztens in Holland einer als Mordinstrument benutzt wurde? Falls die Abwrackprämie mal nicht mehr funktioniert vielleicht? Oder vielleicht einfach das Grundgesetz, das scheinen die Damen und Herren in der Politik ja auch nicht zu mögen.

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Montag, 4. Mai 2009
Gegen das Zensur-Gesetz aktiv werden!
Ich habe heute durch Twitter etwas Neues entdeckt: E-Petitionen. Über eine Internetseite des Bundetages kann man Petitionen einreichen. Wenn ich das System richtig verstanden habe, sind 50.000 Teilnehmer nötig, damit diese Petition im Bundestag auf die Tagesordnung gesetzt wird. Leider kann ich das momentan nicht nachlesen, denn der Server wird regelmäßig überlastet, weil dort eine Petition gegen die Internet-Zensur-die-im-offiziellen-Sprech-nicht-so-heißt eingestellt wurde. Bitte macht alle mit, denn das scheint mir die letzte Möglichkeit zu sein, diesen dümmlichen und dazu noch gefährlichen und meiner laienhaften Meinung nach verfassungswidrigen Gesetztesentwurf von #Zensursula von der Leyhen zu stoppen.
Bitte klickt hier und registriert Euch. auch wenn es ein wenig umständlichist und Ihr vielleicht Datenschutzbedenken habt oder was sonst so noch dagegen sprechen könnte. Das ist eine sehr einfache und parteilose Art sich politisch zu betätigen. Fünf Minuten um zu zeigen, dass man eine Meinung hat und auch dazu steht sind nicht zu viel.

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Ideoligie statt selber denken?
Vorbemerkung: Aufgrund von technischen Problemen bei Blogger, kommt dieser Beitrag etwas spät.


Ich lese gerade den FAS-Artikel Die Netzanbeter und die Replink von Tapio Liller darauf. Auf die Replik ist mehrfach in meiner Twitter-Timeline hingewiesen worden,daher bin ich erst neugierig genug darauf geworden, um es zu lesen. FAS-Autorin Susanne Gaschke greift in Ihrem Artikel das „ideologische Heilversprechen“ des Internets an.
So jedenfalls habe ich diesen Artikel verstanden.
Sie greift jedoch nicht das Internet an sich an, auch nicht den Umgang mit dieser Technologie, nicht mal das Kulturphänomen Internet, sondern die Aussage, das Internet ist die Lösung für alles, wenn alle alles immer im Netz machen, wird alles gut.
Leider macht sie dass nicht so klar deutlich, wie schon die oben genannte Replik deutlich macht, in der Tapio das Netz als Teil des täglichen Lebens verteidigt.
Ich gehe davon aus, dass entweder Tapio oder ich Frau Gaschke falsch verstanden haben. Und das bedeutet entweder: der Artikel ist schlecht geschrieben. Ob des dem fehlenden Fertigkeiten von Gaschke geschuldet ist, der Rücksicht auf den Leser oder die Redaktion, ist in diesem Fall unerheblich.

Oder: Frau Gaschke hat absichtlich missverständlich formuliert um kritische Reaktionen wie die von Tapio zu provozieren um so Ihren Standpunkt zu belegen, nämlich dass alle mit einer anderen Meinung, ideologisch verblendete sind. Dann jedoch agiert sie ideologisch motiviert, was Ihre Kritik zu Nichte macht.

Die FAS warnt uns also vor einer Ideologie, die mir so noch nicht begegnet ist. Ich bin viel im Netz unterwegs, kenne viele Netz-Menschen auch offline und arbeite sogar im Netz. Trotzdem habe ich noch keinen getroffen. Wenn es eine solche Ideologie gibt, dann ist sie genauso platt und falsch und gefährlich wie jede andere Ideologie auch. Darüber muss mit mir nicht diskutiert werden.
Genauso falsch übrigens wie die Ideologie, dass alles was im Netz passiert schlecht ist und mindestens den Untergang des Abendlandes einleitet. Das Netz ist kein rechtsfreier Raum, auch wenn unsere Politiker und Medien im Allgemeinen immer wieder gerne so tun als sei es so. Tatsache ist auch, dass mit dem Internet eine Menge Änderungen in vielen Bereichen des täglichen Lebens möglich sind und auch sich auch schon teilweise durchgesetzt haben. Und nicht jeder ist ein Freund von Veränderungen, bedeuten sie doch auch immer, dass es nicht so bleibt wie es ist und die Möglichkeit besteht, dass man auch etwas verliert.

Bleibt die Frage: warum dieser Artikel?
Es wird kein Stand einer Diskussion wiedergegeben, es werden keine Argumente gegen diese angeblich vorhandenen „Netzanbeter“ geliefert. Es werden Gefahren gezeigt, die keine sind aber dafür mit Behauptungen und Allgemeinplätzen belegt, oder besser es wird versucht zu belegen.
Besonders gelungen finde ich dabei, wie Frau Gaschke die Argunentationstechnik KiPo einerseits anprangert und andererseits selber nutzt. Ich meine damit Zensursulas Argumentation: Kinder Pornografie ist böse, daher müssen wir das Netz zensieren kontrollieren. Jeder der gegen diese Zensur-Kontrolle ist ist Kinderpornograf. Diese Technik unterstellt Frau Grasche auch den angeblich vorhandenen Netzanbetern. Gleichzeitig versucht sie den Leser mit dieser Technik auf Ihre Seite zu ziehen indem sie undifferenziert behauptet und nicht belegt und jeden der anderer Meinung ist als ideologisch verblendet darzustellen.
Und warum soll das Gegenteil von einem Netzanbeter ein Netztskeptiker sein?
Ich gehe, als optimistischer Gutmensch der jedem immer nur die besten Absichten unterstellt, einfach davon aus, dass Frau Gaschke einfach nur schlecht gearbeitet hat. Ich mag meine Naivität und will das nicht ändern.

P.S.
Ein Schelm wer hier einen Konflikt alte Medien gegen Neue vermutet.

P.P.S.
Wieso nenne ich Tapio Liller beim Vornamen und Susanne Gaschke beim Nachnamen? Hat wahrscheinlich ideologische Gründe.

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Montag, 23. März 2009
Griesgram geht aus
Ich versuche jetzt hier mal etwas Neues, zumindest etwas für mich Neues.
Ich bin gerne unterwegs und poste hier einfach mal die Termine für Veranstaltungen, die mich interessieren. Wenn Du Lust hast, dort ebenfalls hinzugehen, melde Dich doch einfach bei mir. Die meisten Dinge machen einfach mehr Spaß, wenn man mit mehr Leuten unterwegs ist, finde ich jedenfalls.
Möglicherweise können wir ja auch eine Fahrgemeinschaft bilden.
Termine „ohne Termin“ bedeuten, dass ich da flexible bin. Wenn Du dort auch hin willst, kannst Du einfach einen Vorschlag machen, dann können wir da zusammen hingehen.
Manche Termine sind mehrfach belegt, da weis ich noch nicht, wohin ich gehen werde.

APRIL

20. Konzert: Holly Golightly zakk in D’dorf
23. bis 25. Mode: Clemens En August Felix Ringel Galerie, D‘dorf
25. 26. Stuttgart ich komme
28. Theater: I hired a Contract Killer Schauspielhaus Bochum

MAI
10. Motorrad Flohmarkt: Karl am Kanal Gelsenkirchen
10. Ruhrfestspiele Theater
16. Geburtstagsfete (nicht von mir)
16. und 17. Lindyhop Einsteigerworkshop in Essen

JUNI
05. und 06. Bottrop Kusom Kulture
12. bis 14. Messe: Münchener Comic Messe München
13. Messe: Die Hörspiel Hamburg
13. Sport: Ultimate Fighting Köln
14. Motorrad Flohmarkt: Karl am Kanal Gelsenkirchen
17. Konzert: Social Distortion Philipshalle D‘dorf
26. bis 28. Race 61 Finowfurt (bei Berlin)

AUGUST
1. bis 2. BarCamp: Games Camp Leipzig
22. bis 23. BarCamp: Games Camp Köln

SEPTEMBER
11. Con: Steampunk-Meeting Lincoln UK
11. bis 13. Motorrad-Treffen: AceDay London/Brighton

OKTOBER
23. bis 25. Con: SteamCon Seattle USA

NOVEMBER
3. bis 6. Messe: SEMA Las Vegas, USA

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