Mittwoch, 21. Januar 2009
No Obama for me
Mich lässt diese ganze Obamania komplett kalt. Wenn andere sich daran beteiligen, ist das für mich zwar nicht nachvollziehbar, aber das ist die Begeisterung für die Fußballbundesliga auch nicht.
Weil mich dieser Hype kalt lässt, habe ich gestern auch nicht mitbekommen, dass ARD und ZDF wieder mal das gleiche Programm hatten. Also nicht nur ähnlich wie sonst, sondern gleich; beide haben die Inthronisierung des 44. Präsidenten übertragen.
Und darüber könnte ich mich aufregen, wenn es denn etwas ändern würde. Warum müssen die beiden durch GEZ und Werbung und bestimmt auch Steuern und anderes finanzierten Sendegruppen das Selbe zeigen? Eventuell hat auch noch eine Hand voll Dritter die Chance ergriffen und Quote statt Programm gemacht (möglicherweise ist ja jemand mit hessischem, westfälischem oder sonstigem Migrationshintergrund bei der Show zu sehen gewesen, was eine gute vorgeschobene Übertragungs-Begründung gewesen wäre). Es spricht ja nichts dagegen, dass ein Sender die Obama-Show überträgt, wenn es denn wirklich so viele Menschen sehen wollen wie der neue Mann in Washington statt „Yes we can“ die feierliche Ausführung von „Alter ich schwör, ey“ sagt. Aber warum auf allen Kanälen?
Das stört mich auch wenn irgendwelche Königs oder Päpste aus diversen Gründen durch irgendwelche Straßen kutschiert werden. Will ich nicht sehen, schon gar nicht mehrfach parallel und auf meine Kosten.
Ich dachte immer, der öffentlich-rechtliche Rundfunk hätte den Auftrag, umfassend zu informieren und sich gegenseitig ergänzen sollten. Dass sie es nicht tun, und sich nicht einmal bemühen, so zu tun, als würden sie es versuchen, ist die beste Begründung, warum wir das Internet brauchen. Ungefiltert bitte. Danke.

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Samstag, 10. Januar 2009
Twitter-Interview TSG – RobGreen
Toll, was ich gerade gelesen habe. Thorsten Schäfer-Gümbel (@tsghessen) stellt sich auf Twitter einen Interview mit Robert Basic (@RobGreen), dafür hat er Respekt verdient.
Ich weis nicht, ob es ein internationales Vorbild für ein solches Interview gibt, oder ob es ein allererster Versuch war. Das Interview gibt es bei twialogue nachzulesen.
Ansonsten möchte ich mich nicht über die Antworten beschweren oder die Fragen, sondern einfach nur unterstreichen, das es stattgefunden hat und bekennen, noch nie hatte ich das Gefühl, so nah an einem Spitzenpolitiker dran zu sein, wie gerade eben. Ich finde es besonders bemerkenswert, wie schnell die anfängliche Distanz zwischen den Beiden abgebaut wurde, so dass am Ende ein Dialog entstand.
Ich hätte gerne noch mehr solcher Interviews und ich würde mich freuen, wenn jetzt nicht gleich jeder Hans und Franz auf diesen Zug aufspringt.

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Donnerstag, 8. Januar 2009
So wird es gemacht
Gestern habe ich gelesen, dass drei kleine Kinder (fünf bis sieben Jahre) am Neujahrestag nach Afrika reisen wollten um dort zu heiraten. (Link). Sie sind am Bahnhof auf dem Weg zum Flughafen erwischt worden. Heute lese ich, die Kleinen haben es wieder versucht und sind diese Mal an der Bushaltestelle gestellt worden. (Link). Wie es richtig geht, nämlich ohne ÖPNV, hat jetzt ein sechsjähriger Amerikaner gezeigt. Er nahm ein Auto, steht jedenfalls hier.
Nachtrag:
Zwei weitere Links zu den kleinen ÖPNV-Fans.
HAZ mit Foto der Helden
HAZ zum zweiten Versuch

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